| Die Lage |
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Tunesien
hat große Fortschritte in der kommunalen Abfallbeseitigung
erzielt. Dennoch gibt es enorme Probleme in der umweltgerechten
Entsorgung und Deponierung. Trotz großer Anstrengungen
seitens des tunesischen Staates kann man noch nicht von
einer integrierten und nachhaltigen Abfallwirtschaft sprechen.
Es bestehen noch strukturelle Defizite in organisatorischen,
institutionellen, rechtlichen und finanziellen Fragen sowie
bei der Einbindung der Öffentlichkeit und des Privatsektors. |
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| Das Ziel |
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In Tunesien soll eine
integrierte und nachhaltige Abfallwirtschaft eingeführt
werden, die noch vor der geregelten Entsorgung auf Vermeidung
und Verwertung setzt. Dazu müssen sich die nationalen
Instanzen mit den Gemeinden auf eine Strategie einigen,
die den Ansprüchen der Nachhaltigkeit genügt. |
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| Wege der Umsetzung |
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Dialog
und Abstimmung: Aufbauend auf dem nationalen
Abfallwirtschaftsprogramm PRONAGDES wurden alle
wesentlichen Akteure des Sektors in die Entwicklung
einer nationalen Abfallwirtschaftsstrategie eingebunden.
Strategische, organisatorische, technische und finanzielle
Fragen wurden über Beratereinsätze vorbereitet
und strukturiert. Anschließend wurden sie
in spezifischen nationalen Gremien diskutiert und
abgestimmt. Modelle zur Umsetzung der integrierten
Abfallwirtschaft sollen danach auf regionaler und
lokaler Ebene erarbeitet und anschließend
in Pilotprojekten umgesetzt werden. |
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Erschließung
weiterer Instrumente: Die verstärkte
Privatsektorbeteiligung, die interkommunale Zusammenarbeit
und die Recyclingbörse werden entwickelt und
deren Anwendungen getestet. |
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| Wirkung – Was bisher erreicht
wurde |
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Erste Bausteine einer
nationalen integrierten Abfallwirtschaft wurden durch einen
partizipativen Prozess und mit Unterstützung von nationalen
und internationalen Fachkräften entwickelt. Nachdem
der vorhandene gesetzliche und institutionelle Rahmen des
Sektors bewertet wurde, haben die Empfehlungen zu ersten
Reformen geführt. Die Abfallbehörde ANGED wurde
sowohl bei den im Bau befindlichen Abfallentsorgungsanlagen
als auch bei der Suche nach geeigneten Alternativen zur
Deponierung unterstützt. Dadurch wurden abfallwirtschaftliche
Themen wie Kompostierung, Sickerwasserbehandlung, mechanischbiologische
Behandlung oder die Verwertung von bestimmten Abfallfraktionen
auf die öffentliche Tagesordnung gesetzt. |