| Die Lage |
| |
Die tunesische
Umweltpolitik zeichnet sich bisher durch eine konsequente
Entwicklung des institutionellen Rahmens und die Ausarbeitung
einer nationalen Agenda zur nachhaltigen Entwicklung aus.
Es bestehen aber noch Defizite in der praktischen Umsetzung,
vor allem der formulierten anspruchsvollen Programme. Darüber
hinaus sind die interinstitutionelle Kooperation und Abstimmung
im Umweltbereich zwischen der nationalen und regionalen
Umweltverwaltung, anderen Regierungsorganisationen, Gouvernoraten,
Kommunen, Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft
noch wenig effizient. |
| |
| Das Ziel |
| |
Die Kooperation zwischen
regionalen und lokalen Akteure sowie den regionalen Strukturen
der Umweltadministration und ihrer nachgeordneten Behörden
ist verbessert. Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung
ist in die Entwicklungsprozesse der Regionen besser integriert. |
| |
| Wege der Umsetzung |
|
• |
Regionale
Umweltplanung: Unterstützung der Akteure
mit einem partizipativen und systemischen Planungsansatz
Umweltaspekte in die regionale Entwicklungsplanung
zu integrieren. |
• |
Umweltberichterstattung:
Unterstützung bei der Herausgabe regionaler
Umweltberichte |
• |
Umweltmonitoring:
Unterstützung bei der Beobachtung von Umweltveränderungen
durch Entwicklung regionaler Umweltindikatoren. |
|
| |
| Wirkung – Was bisher erreicht
wurde |
| |
Erstmals wurde in den
24 Gouvernoraten Tunesiens dezentral und zugleich sektorübergreifend
über Umweltprobleme diskutiert. An den Workshops im
März und April 2004 haben etwa 1.000 Persönlichkeiten
mit Schlüsselpositionen in Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
teilgenommen und ihre Ideen in die Strategiediskussionen
eingebracht. Durch äußerst praxisnahe Beispiele
wurden die Teilnehmer mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit
vertraut gemacht. Vor allem die offene Arbeitsatmosphäre
und die enge Einbindung der Teilnehmer in die Planung durch
konkrete gemeinsame Vorhaben hinterließen einen bleibenden
Eindruck. Zudem wurde die Position der regionalen Umweltdirektoren
wesentlich gestärkt. Die in den 24 Gouvernoraten erarbeiteten
Umweltstrategien sind eine hervorragende Ausgangsbasis,
um den Umweltschutz in den regionalen Entwicklungsplanungen
weiterhin stärker zu verankern. Die wichtigsten Entscheidungsträger
in den Gouvernoraten haben bei den Workshops das Prinzip
der Nachhaltigen Entwicklung verinnerlicht, so dass es künftig
bei der Entwicklungsplanung der Regionen berücksichtigt
wird. Schließlich wurden auf der Grundlage dieser
Strategien im Jahre 2005 für jedes Gouvernorat Umweltaktionspläne
entworfen, die in den 11. Entwicklungsplan integriert werden. |